Was ist ein DSL- Anschluss ?

DSL definiert einen Standart der den möglichen zu übertragenden Frequenzbereiches eines Fernmeldkupferkabels optimal und vor allen Dingen maximal ausnutzt und deshalb sehr hohe Geschwindigkeiten erlaubt. So unterscheidet sich DSL zu einer herkömmlichen Internetverbindung über analoge Telefonanschlüsse (POTS) oder ISDN dadurch, dass für die Datenübertragung ein weitaus größerer Frequenzbereich genutzt wird, was eine vielfach höhere Geschwindigkeit ermöglicht. Die Übertragungsreichweite des Signals über die gewöhnlichen Telefon- Kupferkabel ist aber durch dieses große schnelle Frequenzband jedoch stark eingeschränkt, so dass bereits in der nahe gelegenen Ortsvermittlungsstelle das Signal weiterverarbeitet werden muss. Eine Besonderheit ist, dass der für die Festnetztelefonie verwendete Frequenzbereich nicht für Internet benutzt also ausgespart wird womit DSL parallel zum normalen Telefon genutzt werden kann. Fax, analoges Telefon oder ISDN stehen also auch während der DSL-Internet Nutzung parallel also gleichzeitig zur Verfügung. Zwischen dem DSL-Modem des Kunden und der nur wenige Kilometer entfernten Ortsvermittlungsstelle wird das analoge DSL-Signal über die Telefonleitung übertragen. Ein DSL-Multiplexer DSLAM wandelt hier die abgehenden und ankommenden analoge Signale in ein digitales Signal um. Dieses digitale Signal wird dann über eine breitbandige Glasfaseranbindung in den so genannten Backbone des jeweiligen Providers ( z.B. Deutsche Telekom) übertragen.

Unterschied zu ISDN: Da ISDN nur für die Telefonie mit 2 nutzbaren Kanälen über eine Amtsleitung genutzt werden kann, ist Telefonieren auf einem Kanal und gleichzeitige aber sehr langsame Internetnutzung auf dem anderen Kanal möglich. DSL ist also wesentlich besser als ISDN, denn mit DSL kann in Verbindung mit einem analogen Festnetzanschluss - wie bei ISDN - gleichzeitig das Internet genutzt und telefoniert werden, wobei die Internetverbindung wesentlich schneller als bei ISDN ist.

Der größte Unterschied jedoch ist der Preis beider Systeme.

Bei ISDN kostet nur eine Flatrate in das deutsche Festnetz monatlich 43 Euro. Bei DSL kostet Flatrate in das deutsche Festnetz und für das Internet lediglich nur 20 Euro - alles zusammen.
 

Fälschlicherweise werden von einigen Firmen auch andere breitbandige Internetzugänge, zum Beispiel über Satellit oder drahtlose Netzwerke als „DSL“ vermarktet, um beim Kunden den Eindruck entstehen zu lassen, es würde sich um einen kostengünstigen DSL Anschluss handeln. In Wirklichkeit werden aber dem getäuschten Kunden oft ein mehrfaches der monatlichen Gebühren, Einrichtungsgebühren, Leihgebühren für Geräte und lange Vertragslaufzeiten, als bei DSL-Anschlüssen üblich, übertragen.