Wie die Sowjetarmee Kulturbesitz schützte und Westberlin Kulturgut an Ostberlin zurückgab.

Die wertvollen Skulpturen der Schlossbrücke in Berlin des Architekten Schinkel, wurden 1944 vor den zunehmenden Bombenangriffen an eine sichere Stelle im Westen Berlins ausgelagert. Diese schweren Skulpturen, wie auch einige vom Zeughaus und anderen Gebäuden des Stadtzentrums, wurden von der Sowjetarmee nach der besetzung Berlins durch sowjetische Truppen nicht geraubt, sondern wurden bewacht, geschützt und später den Alliierten bei der Teilung Berlins unbeschädigt übergeben.

Und hier erreicht uns erst wieder eine Nachricht aus den 80-ziger Jahren. Westberlin gab die Skulpturen an Ostberlin zurück. Im Zuge der Wiederherstellung des Berliner Nikolaiviertels, zierten die Figuren nach 40-jähriger Pause dann frisch restauriert wieder "ihre" Schlossbrücke.

Das Nationaldenkmal in Berlin, im Hintergrund die Schlossbrücke mit ihren Skulpturen, 1910

Trotz des eisernen Vorhanges war es beherzten, ehrlichen und vernünftigen Menschen möglich Großes zu tun. Großes für Berlin und für ihre Stadt. Die Kunst und die Kultur ist unser gemeinsames Erbe.