| | | Mülldeponie ehemalige Kiesgrube am Sportplatz Wegendorfer Straße | | | | Kaum etwas könnte daran erinnern, dass hier unter saftigem Gras eine Zeitbombe ticken könnte. „Egal wo auf dem etwa 2 ha großen Areal mit dem Spaten die dünne Erdschicht durchstoßen wird, trifft man auf erste Abfälle. In der Zeit von etwa 1976 bis 1978 gruben sich hier unmittelbar neben dem heutigen Sportplatz “Wegendorfer Straße” (auf dem Gelände der ehemaligen “Rommelei”, nahe der heutigen Milchviehanlage) nach Anliegern- und Augenzeugenberichten Bagger bis zu 5 Meter tief durch die eiszeitlichen Kies- und Sandschichten. LKW`s der damaligen volkseigenen “Bau Union” transportierten im Akkord die ausgebaggerten Sande und Kiese ab. Nach der Ausbeutung der Grube, wurden diese als Mülldeponie genutzt. Niemand der damaligen Stadtverwaltung, noch der damalige Bürgermeister oder auch Anlieger protestierten damals dagegen. Dies hätte, so ein älterer Einwohner: „ keine Aussicht auf Erfolg gehabt“. | Nachdem die ehemalige Kiesgrube mit Müll angefüllt war, wurde sie mit Erde bedeckt. Rechnet man heute mit 1 ha Fläche und 3 Metern Tiefe, ergibt sich eine zu erwartende Müllbelastung im Boden von etwa 30.000 Tonnen. Das gesamte heute anzunehmende Müllvolumen allein nur dieser Deponie am Sportplatz “Wegendorfer Straße”, kann sicher auf bis zu 60.000 Tonnen angenommen werden. Ein ehemaliger Fuhrunternehmer dazu: „Es werden nach meinen Erinnerungen sicher deutlich mehr als 50.000 Kubikmeter Bau- und Gewerbeabfälle sein.“ Ein ehemaliger Waldarbeiter dazu: "Die Müllkippe ging mehr in die Breite. Sie war nicht groß und tief war sie nicht". Auch in der Stadtverwaltung hat man noch keinen Überblick über die Art der Abfälle und daher ist auch unklar, welche Gefahren für die Umwelt von der Deponie ausgehen. Sicher wird eine umfassende Prüfung notwendig werden, ob Boden und Wasser mit Schadstoffen vergiftet worden sind. An einem Umstand wird dieses Erbe aus der DDR- Zeit aber nichts mehr ändern.: „Eine dauerhafte großflächige Störung der natürlichen Bodenschichten“. Das Grundstück wird ohne eine kostspielige Sanierung aus dem |  | | Die Luftaufnahme zeigt den Sportplatz und darunter eingerahmt die bis zu 5 Meter tiefe und mit Müll aufgefüllte Kiesgrube aus den Jahren etwa 1976 bis 1978. |
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