Das für die anrückenden Feuerwehrleute solch starken Feuer eine hohe Gefahr für Leib und Leben darstellen können, zeigen die Löscharbeiten zur selben Zeit bei einem ähnlichen Brand in Mahlow. Hier wird ein Feuerwehrmann verletzt und durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht. Starke Rauchentwicklung und die hohen Temperaturen brachten Kameraden und Technik bald an die Grenzen ihrer Belastung. Von Vorteil war, dass an zwei unmittelbar in der Nähe befindlichen Hydranten in Wesendahl und Wegendorf schnell neues Löschwasser aufgenommen werden konnte. |
Hintergründe: Trockenheit und die hohe Temperaturen sind wichtige Bedingungen zum Einbringen trockenen Getreides. Doch entzündet sich Spreu und Stroh unter diesen Bedingungen leicht durch Funkenpflug oder heiße Fahrwerksteile. Es kommt bei den Erntemaschinen immer wieder vor, dass sich Stroh in der Maschine einklemmt und sich infolge der Rotation selbst entzündet. Die Landwirte sprechen dabei davon: "sich einen Fuchs einzudreschen". Nachdem in den letzten 3 Tagen die Erntearbeiten wieder aufgenommen wurden, brannte es bereits an mehreren Stellen um Werneuchen. Am 27.7. brannte es dabei auf einem Feld zwischen Hirschfelde und Wesendahl auf einem etwa 20.000 qm großen Erdbeerfeld. Beschädigt wurden vom Feuer ebenfalls mehrere Kirschbäume. Die Ursache für den Brand lag noch nicht vor. Die Seite an Seite arbeitenden Feuerwehrkräfte aus Hirschfelde, Wesendahl, Gielsdorf, Wegendorf, Altlandsberg und Strausberg konnten den Brand schnell bekämpfen und unter Kontrolle bringen. Einen Tag später dagegen am 28.7. brannte es bei Hirschfelde. Wieder nach einem massiven Einsatz von Feuerwehrkräften aus Hirschfelde, Weesow, Tiefensee, Seefeld- Löhme, Altlandsberg, Blumberg, Ahrensfelde und Wegendorf sowie Landwirten mit zwei Traktoren konnte die Ausbreitung des Feuers gestoppt werden. Für die etwa 20 ha nicht abgeerntete Triticale gab es keine Rettung. Die Feuerwehrleitstelle in Frankfurt (Oder) registrierte an diesem Tag allein zwischen 13 und 14 Uhr zwölf Brände. Das größte Feuer zerstörte dabei bei Schöneiche (Oder-Spree) etwa 75 Hektar eines Getreidefeldes, einen Mähdrescher und einen Traktor. Während die Löscharbeiten anrollten, stiegen plötzlich weitere am Horizont weit sichtbare Rauchsäulen in benachbarten Orten auf. Bei Gielsdorf, Julianenhof, Buchholz (alle Märkisch-Oderland) und Arensdorf und Jacobsdorf (beide Oder-Spree) brannte es nun ebenfalls. In der Feuerleitstelle hieß es nun: „Es brennt an allen Ecken“. |