10.8.2008, Altlandsberg, Tausende Altreifen sorgen seit mehr als zehn Jahren in Altlandsberg für Verdruss. Stadt und Landesumweltamt streiten seit Jahren über die Zuständigkeit und schieben sich die schwarzen Peter zu. Zwei findige Geschäftsleute sammelten hier einmal angeblich gegen gute Bezahlung "Altreifen und Sondermüll" . Dann wurde die GmbH abgemeldet. Nun saß die Stadt Altlandsberg auf der ehemaligen "Recyclingdeponie" auf der auch nie "Recycled" wurde. In der Stadtverwaltung hat man damals davon angeblich nichts gewusst. Harte Vorwürfe aus der Bürgerschaft seit Jahren deshalb gegen die Amtsverwaltung von Altlandsberg. Behörden und Ämter hätten hier nach Meinung vieler Einwohner im Zuge der Vorgänge um die Inbetriebnahme und Stilllegung der Altreifendeponie schon lange versagt. Insbesondere das Ordnungsamt wurde hier heftig kritisiert. "Während man sich dort um Hundekot und Straßenreinigung kümmerte, konnten riesige Sondermüllberge am Stadtrand unkontrolliert abgekippt werden." Personelle Konsequenzen wurden gefordert. Auch stand der Bürgermeister in der Kritik und die Angelegenheit wurde mehr und mehr zum Politikum. Doch jetzt brannte die Deponie aus ungeklärter Ursache (Brandstiftung) und die Feuerwehr Altlandsberg ließ die Deponie "kontrolliert abbrennen".
Vom Amt Altlandsberg und der Feuerwehr selbst, wurde nun auch noch die Presse mit falschen Meldungen versorgt. Nach Brandausbruch hätten über 150 Feuerwehrleute mit bis zu 30 Löschzügen an der Brandbekämpfung gearbeitet. (12.8.2008, Anmerkung der Redaktion: Ein Löschzug besteht per Definition aus mehr als 20 Mann in mehreren Fahrzeugen zur gezielten Brandbekämpfung. Soviel gibt es in den ganzen Landkreisen MOL und Barnim nicht. 150 Mann entsprächen 6-8 Löschzügen). Selbst alle Mitglieder der Rüdersdorfer, Vogelsdorfer, Strausberger und Altlandsberger Feuerwehr zusammen, sind schwer 150 Mann. Dabei waren es in Wirklichkeit noch um 19.00 Uhr, bevor die Feuerwehr Rüdersdorf kam, lediglich zwei Schaumspritzen die etwas Schaum in das Riesenfeuer beförderten. Die Feuerwehr ließ sich hier nach Meinung einiger Bürger nun zum Spielball politischer Interessen machen. Gegenüber einem Reporter der MOZ hatte der Stadtbrandmeister Altlandsberg während des Brandes die gute Zusammenarbeit mit seinem Bürgermeister gewürdigt. "Warum wurde nicht wie bei jedem Feldbrand der letzten Wochen offenbar üblich, nicht benachbarte Feuerwehren z.B. aus Strausberg und Werneuchen angefordert ?" Bei der Feuerwehr gibt es tatsächlich sonst keine falschen Eitelkeiten. Warum ausgerechnet diesmal, als nicht ein für die Umwelt harmloses Kornfeld, sondern hochgiftiger Sondermüll in Flammen stand und absehbar war, dass sich die Flammen mit hoher Temperatur ausbreiten werden? Ein Bürger aus Altlandsberg dazu: "Als in Wegendorf ein Stoppelfeld brannte, waren die Wehren aus Hirschfelde, Wesendahl, Gielsdorf, Wegendorf, Altlandsberg, Strausberg u.a. angefordert. Jetzt wo die Sondermülldeponie brennt zählt man 5 Fahrzeuge, rund 20 Feuerwehrleute und das Feuer breitet sich ungehindert aus." Ein Schaulustiger : "Wo sind denn eigentlich die Straußberger? Ein befragter Feuerwehrmann aus Werneuchen: "Das rund 10.000 Liter fassende Wasserlöschfahrzeug der Feuerwehr Werneuchen stand im Feuerwehrhaus bereit. In wenigen Minuten hätte das Fahrzeug von Werneuchen (Rudolfshöhe) über Wegendorf, Bucholz den Brandherd erreicht." 
Zahlreiche Schaulustige wurden nun zu Augenzeugen, wie die Feuerwehrleute aus Altlandsberg die Deponie "kontrolliert" abbrennen lassen und sich Altlandsberg so seinem Großteil seiner Sondermülldeponie entledigt. Nachdem Augenzeugen ist übereinstimmend eine äußerst schleppende Brandbekämpfung und auch durch zahlreiche Fotos und Videos im Internet belegt und dokumentiert. Durch die Umweltkatastrophe kochen jetzt wieder die Emotionen. "Die Feuerwehr Altlandsberg hätte nie Brandschutzauflagen um die Deponie gemacht und nie Begehungen durchgeführt. Tausende Reifen hätten unsortiert und sorglos alle auf einem Haufen gelegen." (12.8.2008, Anmerkung der Redaktion: Diese Meinungen sind sicher falsch. Die Kameraden der Feuerwehr haben das Dilemma auf ihrem Rücken austragen dürfen. Die Verwaltung und Kommunalpolitiker in Altlandsberg haben möglicherweise hier gewisse Verantwortlichkeiten.) |