Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 05.02.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

5. Februar 2010

Unterstützung vom Bauernverband für Bürgerinitiative

Die rot-rote Regierung Brandenburg wollte in Brandenburg etwa 10.000 Hektar für die Solarenergie nutzen lassen und hatte deshalb durch das Landwirtschaftsministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die "Gutachter und Sachverständigen" machten es sich dann einfach und schrieben einfach von www.wikipedia.de und aus dem statistischen Jahrbuch ab.
Sie verdienten damit leichtes Steuergeld , aber doch wurde immerhin festgestellt, dass im Barnim- und Uckermark etwa 2700 Hektar an ehemaligen militärischen Flächen vorhanden sind. Aber davon wären nur 800 Hektar nicht bewaldet. Man müsste , so dass Gutachten also schon großflächig die Wälder roden um Platz für die Solarflächen zu bekommen.
In Oderland-Spree wären sogar 3000 Hektar ehemalige Militärflächen vorhanden. Hier sind lediglich aber nur 300 Hektar unbewaldet.
Weil aber Gutachter doch vielleicht nicht so unabhängig und frei von Politik sind, kamen sie auf die geniale wie auch blöde Idee, dass doch im Barnim- Uckermark die Böden nicht sehr ergiebig seien und etwa 35000 Hektar mittel- oder minderwertig wären. In Märkisch Oderland gibt das Gutachten dafür sogar 95.000 Hektar an.
Schon kamen die unabhängigen und freien Gutachter auf das gewollte Ergebnis der Landsregierung Brandenburg. "Land für Solarflächen"
So alt wie das Sprichwort vom dummen Bauern so schnell überzeugte der Landesbauernverband vom Gegenteil und zeigte sich überrascht von der Philosophie und der Herangehensweise der Gutachter. Die fragten an: "Wie kann es denn sein, dass diese Gutachter die Land- und Forstwirtschaft in Brandenburg generell in Frage stellen. Es wäre doch die Aufgabe des Landwirtschaftsministerium die Land- und Forstwirtschaft zu fördern und nicht den Bauern ihre Ackerflächen zu entziehen. Auch hätte die Bodenqualität im Havelland übliches Landesniveau."
Der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg Udo Folgart zeigte sich auf einer Pressekonferenz auch entsprechend ungehalten und verärgert über das Gutachten des Landwirtschaftsministeriums. Das Landwirtschaftsministerium machte darauf inzwischen mit einer Pressemitteilung einen Rückzieher. "Es sei nicht geplant, Ackerflächen in größeren Ordnungen umzuwandeln".
Dieser Tage wurde nach dem 220 Hektar Projekt in Weesow auch für Seefeld-Löhme eine 5 ha Solaranlage beantragt. Der Ortsbeirat befürwortete im Januar das Vorhaben. Nun nach den Mahnungen des Bauernverbandes und des Landwirtschaftsministeriums und der Bürgerinitiative Werneuchen wird es vielleicht ein Umdenken in der Büroabteilung der gewählten Bürgersvertretung geben.
Die Bürgerbewegung "Energiepark Weesow- Nein Danke" plant unterdessen nun erste Aktionen. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag am 11. Februar um 19.00 Uhr sollen die gewählten Vertreter Werneuchens zum Projekt befragt werden.

Die Bürgerinitiative rief auf:
"Nehmen Sie teil und helfen Sie mit, unser gemeinsames Anliegen zu vertreten".

Die Homepage der Bürgerinitiative hat die Adresse: www.bi-energiepark-weesow.de