Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 01.02.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

 

1.2.2010

Bürgerinitiative gegen Solarkaftwerk Weesow

Nach Veröffentlichungen in der Presse gründete sich eine Bürgerinitiative von Einwohnern aus Werneuchen und Weesow "Energiepark Weesow- Nein Danke".
Die Bürger haben viele Fragen an den Bürgermeister und die Stadtverordneten. Diese hatten in einer Stadtverordnetenversammlung die Errichtung eines riesigen Solarkraftwerkes auf 220 ha genehmigt. Vielleicht hätte dies nicht sein müssen, würden die Verantwortlichen im Rathaus den Amtsboten übersichtlicher und nach Gewichtung anstehender Entscheidungen gestalten. Nein lieber setzte man wie stets den eigenen Namen, das eigene Impressum auf die erste Seite und behandelte das Thema des Elektrizitätskraftwerkes mit seiner Ausdehnung des Wärmekraftwerkes Jänschwalde oder Berlin Rummelsburg zusammen als ganz unterschwelliges nebensächliches Thema neben die sich allmonatlich immer wiederholenden örtlichen Vereinsnachrichten.
Deshalb wurde so gut wie jeder Bürger von dem Vorhaben überrascht und deshalb griff die Bürgerinitiative nun selbst Hand an. Über 1000 Informationsblätter wurden gedruckt und an die Einwohner von Werneuchen verteilt.

Energiepark Weesow- Nein danke! ist darauf zu lesen.

"Wofür?" fragen sich darum auch mit Recht viele Bürger, Einwohner von Werneuchen:

Warum finanzieren wir mit unseren Steuern so ein "unverständliches Amtsdeutschblatt mit Beschlussfassungen und Vorlagen, die kein Mensch versteht.

"Solarstrom ist unbestritten umweltfreundlich, verbraucht keine Ressourcen und sei Kohlendioxid- und schadstofffrei", so die Bürgerinitiative.
"Unverständlich und nicht akzeptabel ist aber, dass hier eine riesige Industrieanlage entstehen soll, die unmittelbar an ein Naturschutzgebiet grenzt und zudem noch Ackerland entfremdet", heißt es in dem Informationsblatt. "Darüber hinaus werde das Gebiet von vielen Menschen zu Fuß, per Rad oder hoch zu Ross zur Erholung genutzt. Ferner wisse niemand, welche Auswirkungen die Solaranlage auf die Pflanzen- und Tierwelt haben wird.
Die Aktivisten fragen sich auch: "Was hat eigentlich Werneuchen von dem privatwirtschaftlichen Projekt? Werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen? Was wird aus dem Tourismuskonzept, dass sich gerade als zartes Pflänzchen entwickelt?
Diese Fragen hat bisher noch niemand beantwortet. Weder die Procon GmbH, noch der Landwirt, der seinen Acker verpachten will, noch die Stadtverordneten von Werneuchen.
Gute Lösungen für Solarkraftwerke, so die Bürgerinitiative, gibt es bereits in Lieberose, wo auf 165 Hektar ein Solarkraftwerk auf einem ehemaligen Militärübungsplatz errichtet wurde. Auf einem ehemaligen Militärflugplatz in Brandenburg-Briest sollen auf 400 Hektar auch ein Solarkraftwerk erbaut werden.
"Besser kann man ehemals militärisch genutzte Liegenschaften wohl kaum nutzen", meinen die Initiatoren der Bürgerbewegung.