Die Besiedlung von Schönfeld dürfte nach der Eroberung des Slawenlandes im 12. Jahrhundert ausgegangen sein, , als viele Bauern aus dem Rheingebiet, aus Franken, Thüringen und Sachsen in diesen Raum siedelten. Erste schriftliche Erwähnung findet der Ort allerdings erst in einer Urkunde aus dem Jahre 1315, worin ein Ritter namens Johannes de Sconevelde (Schonefelde) als Ratsherr in Strausberg genannt wird (Ortslexikon Brandenburg von Böhlhausen). Weiter wird auf einer am 10. Januar 1335 von dem Bischof Ludwig von Brandenburg ausgestellten lateinischen Urkunde den Klosterbrüdern die Zehnthebung in allen Besitzungen des Klosters versichert. Unter diesen Besitzungen befinden sich 6 Hufen (Gehöft mit 30 - 60 Morgen) in Sconenvelde. Die Ortsgründung dürfte aber schon zur Zeit der Ostexpansion im 12. Jahrhundert erfolgt sein, als Bauern aus anderen deutschen Gebieten hier zu siedeln begannen. 1335 wird Schönfeld als Sconenvelde, 1375 als Schonenveld, Schonenfelt und Schonevelt bezeichnet, 1450 Schonfelt, 1472 Hagen Schonefeldt, 1541 Schonfeldt, 1,541 wurde als Kirchenpatron Anthonius Holtzendorff erwähnt. 1608 wird Schönfeld als Hohenschönefelde bezeichnet. Nach dem 30-jährigen Krieg lag Schönfeld wüst. 1762 und 1814 wurde der Ort Opfer von Feuersbrünsten. Am 10. Juni 1762 wurde durch Blitzeinschlag ein Gehöft, die Kirchenscheune, die Wohnung des Schulmeisters und die des Ochsenhirten und ein weiteres kleines Haus zerstört. Am 23, Mai 1814 wurde durch den fahrlässigen Umgang mit offenem
Feuer durch einen Dienstjungen wieder ein Brand entfacht. Hier wurden 13 Bauernhäuser mit Scheunen und Ställen, ein Büdnerhaus und das Haus des Schäfers zerstört. 1823 wurden durch einen Brand 3 Bauernhöfe zerstört. Die ältesten Familien in Schönfeld sind die Familie Klockow (1620), Familie Giese und Wittstock (1625). Auch sind die Familien Paenecke und der Bauern Dame in Unterlagen für eine Geldrente zu finden. Heute hat der Ort 320 Einwohner und umfaßt 2000 ha. Nach 1945 wurden entlang der Ausfallstraßen neue Grundstücke parzelliert und mit neuen Wohnungen bebaut. Gesamtfläche 1796 ha; Einwohner: 460.
An der Grenze der Feldmark gegen Wehsow hin liegt in einem kleinen Gebüsch ein 2,5 Fuss hoher Stein, an welchem sich 5 Riesenfinger eingedrückt sind, weshalb derselbe auch der Riesenstein genannt wird. (L.B. von 1843)