Willmersdorf
Die Kirche
Die Wesendahler Feldsteinkirche gehört zu den ältesten des Kreises, sie zeigt noch romanische Türbogen. Die Fensteröffnungen sind vergrößert und spitzbogig bei der Renovation des Jahres 1883 ausgebrochen. Schon 1736 hatte sie durch eine grundlegende Veränderung im Inneren und Äußeren eine andere Gestalt angenommen. Die Turmmauern haben eine Stärke von 1,80 bis 2,30m. Die Helmspitze hat Schieferbedachung. Die mit Unzial buchstabenschrift gezeichnete älteste Glocke stammt aus der Frühzeit der Kirche und ist durch die Stürme der Hussitenzeit sowie des dreißigjährigen Krieges hindurch gerettet worden, obschon in letzterem Dorf und Kirche zerstört wurden. Die 1883 gesprungene und durch eine Gußstahlglocke ersetzte Bronzeglocke trug folgende Inschrift:
Anno 1682 habe ich Emerentia Tugendreich von Krummensee, geb. Wedelin, verwitwete Oberstleutnantfraue auf Wiesenthal und Hirschfelde, diese Glocke Gott zu Ehren und der Kirche zum Besten, meiner und den Meinigen zum stets währenden Andenken umgießen lassen. Durch mein Geläute rufe ich die Leute, dass sie mich hören. Johannes Pascha, Prediger daselbst."
Die nach dem Landbuch von 1375 mit 4 Hufen dotierte Pfarrkirche, gehörte nach der Brandenburgischen Bistumsmatrikel von 1459 zur Sedes Strausberg. 1834 waren die Kirchenländereien, 32 Morgen 116 Quadratruten, in Zeitpacht ausgetan "den Pfarracker, inkl. eines Stück Land im Dorfe, worauf ehemals der Pfarrhof gestanden, hat die Gutsherrschaft in Erbpacht." Sie war anfänglich Mutterkirche mit Buchholz als Tochterkirche. 1630 wurde Pfarrer Christian Faber alias Schmidt aus Strausberg nach Wesendahl berufen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ist die Selbstständigkeit der Kirche aufgelöst und Wesendahl zu Gielsdorf gelegt worden. 1805 kam es zu Altlandsberg. Bei dem großen Gutshausbrand des Jahres 1714 sind auch die ganzen Kirchenbücher ein Raub der Flammen geworden. Das an sich schmucklose Kircheninnere enthält die schon erwähnten, früher in die Rückwand des Altars eingelassenen Bildnisse Hans von Krummensees aetetis suae 47 und seiner Gemahlin Marie von Borcksdorf (Burgsdorf) aetetis suae 39-1589; darüber Wappentafel mit Schiff. Über dem Wappen der Krummensees am Heerschaftsstuhl dasjenige der Familien von Rudolphi und Brösicke. Darüber sind Rüstungsgegenstände, Ritterhelm mit Eisenhandschuhen angebracht. An der Wand nach dem hohen Chor ein mittelalterliches Bild (Verkündung der Hirten?) Auf dem Kirchhof rechts das von Rudolphische Erdbegr4äbnis-1904 wurde beim ausschachten für ein neues Grab bei den Überresten einer außerordentlich großen weiblichen Leiche eine Bernsteinkette gefunden, die im Berliner Märkischen Museum aufbewahrt wird. Bereits seit dem 15. Jahrhundert bestand für die Pfarre eine enge Verbindung mit Berlin, denn bei der Gründung des Kölner Domstiftes wurde diesem 1465 auch die Pfarre zu Wezendael "samt den ligungen und lehenschaften, auch allen und jeglichen ihren Zugehörungen und Gerechtigkeiten" zugeteilt.
Die Besitzer und die Abgaben des Dorfes
Die Leistungen welche die Dörfler im 14. Jahrhundert aufzubringen hatten, waren ziemlich weitgehend. 1375 zogen in Wilmesdorf Einkünfte ein: der Eberswalder Bürger Peter Rudenitz von 21 Landhufen, Paul Schröder in Bernau von 4 Hufen, Claus daberkow von 2, der Berliner Schulze Tyle Brügge von 4, desgleichen Hans Lytzen ebenda, Liborius Botel von 2, Steger von 6, Byso von 5, je ein Altar in den Kirchen von Schönfeld und Berlin von 2 Hufen. (Der Schulze Tyle Brügge zu Berlin zog auch aus Wesendahl die Pacht von 28 Landhufen ein, eine Verschreibung, die bereits seit 1345 als Ausstattung für das Berliner Stadtgericht bestand.) Der Straußberger Bürger Schöneberg hatte 11 Stück Geld von der Bede zu Lehn. Friedrich Wiltberg hat den Rest der Bede, das Obergericht und den Wagendienst "seit alters vom Markgrafen zu Lehn". Die Gebrüder "von Krummensee" hatten seit 1415 einen Wispel Roggen zu erheben. Johannes von Sparr zog seit 1347 aus dem Zins des Dorfes 2 Pfg. 5 Schilling. Die Berliner Bürgerfamilie Glienicke erhob 1440 auf heim Uckerows Hof 1 Schiulling zu der Pflege, 4 Schilling Groschen und 5 1/2 Groschen zur Bede. Ähnliche Angaben gibt es auf die Höfe von Jörgen Schulten und des alten Litzow. 1454 erhält die Familie 2 Schock Geld, was ihr 1472/73 bestätigt wird zugleich mit dem Besitz der Berndeswiesen. Als erster Besitzer des im 15. Jahrhundert gebildeten Gutes ist der kurfürstliche Rat Lüdecke von Arnim anzusehen, dem 1450 das Dorf Willmersdorf mit allen Rechten für 600 rheinische Gulden "wiederverkäuflich" abgetreten wird, doch ohne die Rechte des Hans von Waldow, der 4 Stück Geld und 7 1/2 Groschen dort einzog seit 1441, die er dann dem Straußberger Kloster vermachte, welche Hebung noch 1541 vom Kloster mit 2 Schock 46 Groschen 4 Pfennigen zu Wilmersdorff von 3 Bauern und 1 Kossäten eingezogen wurde. Im Arnimschen Lehnbrief von 1472 werden der Familie bestätigt die Ober- und Untergerichte, 19 1/2 Scheffel Groschen und das Bedekorn, 18 Scheffel Hartkorn und 3 Wispel Hafer und der Lehnbrief von 1486 fügt noch zehnt, Dienst, Rauchhühner hinzu. 1527 bilden die Einkünfte die Leibgedingungsausstattung für Elisabeth von Arnim, geb. von der Schulenburg und nach deren Tode 1537 für Else von Arnim, geb. von Bülow. 1577 besitzt Franz von Arnim das Dorf, welchen Besitz der Gesamtlehnsbrief von 1602 wiederholt. 1608 gehört Willmersdorf Stephan von Arnim und 1634 Berndt von Arnim "ein hastiger Mann". 1676 werden die in Konkurs gestandenen und dreimal subhaftierten Güter Willmersdorf und Börnicke dem Kammergerichtsadvokaten und Bürgermeister der Stadt Berlin Johann Tiefenbach (1617-1682) für 5000 Taler zugeschlagen.
Johannes Tiefenbach (1617-1682) stammt aus Neuruppin, wo sein Vater Bürgermeister war. In Stettin studierte er Jura und machte sich dann einen Namen als Rechtsberater und ab 1644 als Kurfürstlich - Brandenburgischer Kammergerichtsadvokat. 1648 wurde er Syndikus (Rechtsanwalt) in Berlin und wurde 1657 bis 1681 Oberbürgermeister der Stadt Berlin. Zusätzlich wurde er ab 1666 Verordneter der Mittel- und Uckermärkischen Städte und der Städte des Ruppiner Landes. Landschaftsadvokat (Rechtsanwalt eines Kollegiums von Landräten). In erster Ehe war Tiefenbach mit einer Tochter des Berliner Bürgermeisters Benedikt Reichardt: Euphrosyna Margaretha Reichardt und in zweiter Ehe mit Margaretha von der Linde, Witwe des Kurmärkischen Landschaftsrentmeisters verheiratet.
1673 finden wir Willmersdorf im Besitze des zu Grünthal seinen eigentlichen Sitz habenden Geschlechtes von Goetze, für die es der Generalfeldwachtmeister Gouverneur von Berlin und Obrister zu Fuß, Adolph von Goetze erwarb (d.h. die Familie v. Goetze wird mit Löhme und auch Börnicke, Wilmersdorf, Weesow, Tempelfeld und Grüntal belehnt.)
Die Familie von Goetze hatten ihren Stammsitz in Grüntal, das von Adolf von Goetze (1610-1684) erworben wurde. Adolf von Goetze war Generalfeldwachtmeister, Gouverneur und Oberhauptmann der Festung Spandau und später 10 Jahre lang von 1674-1684 Gouverneur von Berlin.
Am 1. Dezember 1712 verkaufte einer der Nachkommen von Goetze: der Kapitän Karl Joachim von Goetze "auf 20 Jahre wiederverkäuflich" an Obristleutnant Christian Friedrich von Roebel, Erbherrn auf Schöneiche "sein im Oberbarnimschen Kreise gelegenes Bauerngut Willmersdorf mit allen dessen An- und Zugehörigungen von 14 besetzten Bauern und 3 wüsten Kossäten mit Diensten, Pächten, Zinsen usw. für 8300 Taler, der es 1716 an die Kammerherrin von Warwitz abtrat, die es bis 1723 besaß und ihre einzige Tochter Charlotte Wilhelmine vermählten von Morian im Erbgang überließ. 1724 wird bereits wieder Major Friedrich Jacob von Goetze (gest. 1732) als Gutsherr genannt. 1734 besitzt Staatsminister Franz Wilhelm von Happe Löhme, Weesow und Willmersdorf. Im folgenden Jahre übernimmt diese Güter für 52.000 Taler der Kronprinz Friedrich, obschon die Familie von Goetze noch 1770 dem Namen nach sich als Besitzer von Willmersdorf bezeichnet. Mit der Bauernbefreiung geht auch das eigentliche Gut in den besitz der Dorfgemeinschaft über, während die an den Fiskus zu leistenden Abgaben von nun ab von der Domänenverwaltung zu Biesenthal und seit 1834 von Amt Löhme eingezogen werden. 1841 zahlte die gemeinde 395 Taler, 25 groschen 11 Pfg. Kontribution, 12 Groschen 6 Pfg. Quittungsgeld, 25 Taler Hufenschoß, 10 Taler 3 Groschen 10 Pfg. Giebelschoß. Durch Rezess vom 12. Juni 1852 werden dann diese Abgaben, insbesondere Grundzins, Zapfenzins und Dienstgeld, sowie gewisse Getreideernten- auf dem Wege der Rentenablösung beseitigt.
Auch die Schmiede ist seit 1863 abgelöst.
Topografische Lage
Willmersdorf soll angeblich einer wendischen Siedlung, deren Namen Wanserow geheißen habe, seinen Ursprung verdanken. An der Ringform mit nur einem Ein- bzw. Ausgang im Westen, will man dies erkennen. In der Willmersdorfer Heide sind durch den damaligen Ortslehrer Lehmann mehrfach Urnen und Feuersteine gefunden worden, die sich jetzt im Märkischen Museum Berlin befinden. Wenn Vorgeschichte und Wendenzeit auch im Dunkeln gehüllt sind, so kann der Ortsname - Willmersdorf des Wilhelm doch nur auf eine deutsche Siedlung hinweisen. Willmersdorf zeigt eine rundliche Anordnung der Häuser, so das man von einem Rundling sprechen muß. Anderseits ist die Form des Dorfes so von der natürlichen Beschaffenheit der Siedlungsstelle beeinflusst, daß die Kolonisten gar keine freie Wahl in der Anordnung ihrer Häuser hatten. Sie mussten der Umrisslinie des eiszeitlichen Pfuhle folgen, aus dessen sumpfiger Oberfläche noch heute einige Teiche hervorblinken. Der Verlauf der Straße von Werneuchen nach Bernau, die durch das Dorf hindurchgeht, passt nicht mehr in das Bild des Rundlings. Aus der Rundlingsform darf man nicht auf wendischen Ursprungs des Dorfes folgern, da die Rundlinge als Verteidigungsformen in den Grenzgebieten sowohl von Deutschen als auch von Wenden angelegt wurden. Hier wird der schwere Boden ringsum die Wenden wenig gelockt haben, da sie ihn nicht bearbeiten konnten, anderseits weißt der Name: Willmersdorf- Wilhelmsdorf, deutlich auf deutsche Gründer hin. Willmersdorf liegt wenige Kilometer von Werneuchen entfernt an der Straße nach Bernau. Im Mittelalter verlief hier eine Handelsstraße, die 1315 erstmals urkundlich erwähnt wurde.
1315
wird Willmersdorf erstmals urkundlich erwähnt (Quelle unbekannt)
1317
erstmals urkundlich als „Willemstorpe" erwähnt. Die (zweite?) Nennung des Dorfes ist eine Urkunde von 1317, in der der Brandenburgische Markgraf Waldemar dem Benediktiner Nonnenkloster zu Spandau zum Seelenheil der Markgrafen Hermann und Johann "10 Hufen im Dorfe Willemstorf mit allem Zubehör an Äckern, Gehölzen, Weiden, Wiesen, als Eigenthum schenkte und solche von aller Dienste und aller Bede befreite" (das heißt vollkommen lastenfrei).
1321
Gründung des mittelmärkischen brandenburgischen Städtebundes zu dem Bernau gehörte
1323
Herzog Rudolf von Sachsen vergrößerte die Schenkung von 1317 durch weitere Überweisung von 4 Stücken Geld jährlicher Hebung.
1349/50
Ausbruch der Beulenpest, Blumenthal bei Tiefensee wird aufgegeben.
1355
Einen Anteil der Bede verlieh Markgraf Ludwig der Römer 1355 an den Bürger Johann Wipert in Berlin.
1375
Nach dem Landbuch von 1375 hatte "Wilmestrof" 84 Hufe. Davon gehören den Spandauer Nonnen 16 Hufe (d.h. haben das Hebungsrecht von 16 Hufe Land). Peter Rudenitz besitzt 21 Hufe und dem Pfarrer 4 Pfarrhufen. Verschiedene Bürgern aus Berlin, Bernau und Freienwalde haben Hebungsrechte im Dorf. Der Eberswalder Bürger Peter Rudenitz von 21 Landhufen, Paul Schröder in Bernau von 4 Hufen, Claus Daberkow von 2, der Berliner Schulze Tyle Brügge von 4, desgleichen Hans Lytzen ebenda, Liborius Botel von 2, Steger von 6, Byso von 5, je ein Altar in den Kirchen von Schönfeld und Berlin von 2 Hufen. (Der Schulze Tyle Brügge zu Berlin zog auch aus Wesendahl die Pacht von 28 Landhufen ein, eine Verschreibung, die bereits seit 1345 als Ausstattung für das Berliner Stadtgericht bestand.) Der Straußberger Bürger Schöneberg hatte 11 Stück Geld von der Bede zu Lehn. Friedrich Wiltberg hat den Rest der Bede, das Obergericht und den Wagendienst "seit alters vom Markgrafen zu Lehn".
1415
sind auch die Gebrüder von Krummensee mit einem Wispel Roggen an Abgaben berechtigt. Den Überrest der Bede, das höhere Gericht und die Wagendienste hat Friedrich Willberg aus Straußberg seit Alters vom Markgrafen zu Lehen erhalten. Im selben Zuge wird der Dorfkrug erwähnt.
1432
13. April 1432 Sturm auf Frankfurt mit der Niederlage der Hussiten
14. April 1432 Schlacht bei Müllrose
17. April 1432 Zerstörung von Müncheberg und Buckow
18/19. April 1432 Zerstörung von Strausberg...
23. April 1432 Erste Angriffswellen der Hussiten auf Bernau, die Spitalskirche zu St. Georg wird niedergebrannt
24.4.1432 Die Hussiten werden von einem märkischen Heeer angegriffen und auf dem "Rutenfeld" (roten Land) geschlagen
25. April 1432, Die Hussiten greifen Werneuchen an.
Mit 7000 Mann ziehen sie über Hellersdorf, Hönow, Neuenhagen, Bollensdorf, Fredersdorf, Petershagen nach Fürstenwalde
1450
In Willmersdorf wird ein Gut gebildet, dessen erster Besitzer 1450 der kurfürstliche Rat Lüdeke von Arnim wird. (Bis 1676 bleibt es im Besitz mehrerer Generationen derer von Arnim.)
1451
Nach dem Schoßbuch von 1451 haben die "Jungfrowen zu Spandow" im Dorfe "zehn Hufen frey" außerdem gehört ihnen das Kirchenlehn (Kirchenpatronat), das sie noch zur Zeit der Reformation besaßen, das dann aber im Jahre 1577 bei dem großen Biesenthaler Güteraustausch zwischen dem Kurfürsten und der Familie von Arnim an letztere kam.
1516
Die Pest wütet. In Bernau sterben täglich 20 Menschen im Ganzen 1100 Einwohner,
1538
Die Pest wütet. In Bernau sterben 700 Einwohner,
(Bis 1676 blieb es im Besitz mehrerer Generationen derer von Arnim.)
1541
werden als im Besitz der Kirche erwähnt jetzigen silberner Kelch und Monstranz sowie Pacem. -In der brandenburgischen Bistumsmatrikel von 1459 steht Wilmertorp - wie es damals genannt wurde - zwischen Gersdorf und Wese in der Sedes Bernau. Mit Weesow bildete es auch seit den ältesten Zeiten eine Parochie, so zwar, dass Willmersdorf als Mutterkirche, Weesow als Tochterkirche geführt wird. Trotzdem besaß das Dorf schon seit Anfang des 16. Jahrhunderts kein Pfarrhaus,denn das Visitationsprotokoll von 1541 stellt fest, das Willmersdorf „kein gebauet Pfarrhaus" mehr hat, vielmehr sei dasselbe „seit 26 Jahren oder länger verfallen und wohnet der Pfarrer. Die vier Hufen Pfarracker, die schon 1375 erwähnt werden, waren 1541 „ausgetan" = verpachtet. Jeder Hufe zinste 4 Scheffel Kornpacht und 3 Scheffel Hafer. Der hinter dem verfallenen Pfarrhaus gelegene Hof war 1541 „ledig", lag also unbenutzt. „Davon bekommt der Pfarrer jährlich 2 Scheffel Gerste". Der Kornzehnt für den Pfarrer betrug jährlich 28 Scheffel. Außerdem gehörte 1541 zum Pfarreinkommen noch ein Kossätenhof, dessen Ländereien der Geistliche selbst besäte. „Wenn der Hof bewohnt wird, hat der Pfarrer davon 18 Groschen und den Zehnt". Endlich gehörten zur Pfarre noch zwei Wiesen und zusammen 1 Fuder Heu. Zum Pfarreinkommen schließlich die Stolgebühren und zwar „von Einleitung einer Braut und Sechswöchnerin zwei Pfennig und die Mahlzeit, von der Leiche 2 Groschen, hat bei 60 Kummunikanten, trägt zwei Taler". Schließlich hatten die Gotteshausleute (Kirchenvorsteher) noch 1 Pfund Betewachs an den Geistlichen zu entrichten. Auch von den beiden Kirchenhufen „zu 8 Scheffel Aussaat" ist in dem Visitationsprotokoll die Rede. Sie mussten von den Bauer beackert, die für die Bestellung von der Kirchejährlich 4Tonnen Bier erhielten. „Das Palmbier soll gar abgetan sein"; es handelt sich um die Sitte des Herumführens des Palmesels am Palmsonntag.
1547/48
Die Pest wütet in Wrietzen.
1549
Die Pest wütet. In Strausberg sterben 300 Einwohner,
1550
Die Pest wütet. In Strausberg sterben 600 Einwohner,in Bernau 800 Einwohner
1562
Die Pest wütet in Wrietzen.
1566
Die Pest wütet in Wrietzen.
1575
Die Pest wütet. In Strausberg sterben 600 Einwohner,
1576
Die Pest wütet in Rüdersdorf und Eberswalde
1577
1577 werden 2 Windmühlen erwähnt ( die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurden).
1580
Die Pest wütet nun in fast jedem Ort
1582
Die Pest wütet in Wrietzen.
1585
Die Pest wütet in Wrietzen.
1590
Das Spandauer Amtsregister von 1590 bemißt die Geldhebung auf 4 Taler, 5 Groschen und 11 Pfennige. Sie wurde von 9 Bauern und dem Gotteshause eingezogen und auch bis Ende des 17 Jahrhunderts anstandslos bezahlt. (Amtsregister und Spandauer Erbregister) Tobias Schröder, der Krüger, Bender Mönicke, Kuno Uckrow, Peter Bergmann, Michel Reichenbach, Jörgen Fahrenholtz der Schulze, Hans Wehrmann, Tewes Wilcke, Andres Thürling, Andres Marggraff, Peter Rusigke, David Krause, Christian Ohlfeldt, Martin Lehmann, Thomas Müller, Matthias Möller, Martin Rogstedt, Michel Mohnigke, Lobes Mönchhagen
1598
Die Pest wütet. In Bernau sterben 1137 Einwohner,Straußberg 825, Woltersdorf bei Erkner 70, in Eggersdorf 82, Petershagen 72, in Spandau über 1000.
1605/1611
Die Pest wütet.
1913
12.10.1913, Friedrich Hinze, Lehrer in Willmersdorf, auch Organist und Küster, 31 Jahre alt, 10 Jahre im Amt, 1 Jahr in der Gemeinde
1614
(Erbregister) Thies Bruno, Jürgen Thürling, Andres Schmedt, Jürgen Fahrenholtz der Schulze, Jürgen Friedrich, Adam Bariniel, Martin Mönnigke, Baltin Westphal
1618
1618 bis 1648 fand der 30jährige Krieg statt, dieser hat Willmersdorf als Dorf fast gänzlich verschwinden lassen.
1625
es lässt sich vermuten, daß der Ort durch den 30jährigen Krieg mächtig gelitten hat, es werden nur noch ein paar Bauern, Kossäten und Knechte angegeben. Es wurde ihnen soviel geraubt, geplündert und abgenommen, dass sie es gar nicht angeben könnten.
1626
Thies Bruno, Hans daue, Peter Boltze, Andres Schmedt, Jürgen Fahrenholtz der Schulze, Hans Thürling, Jürgen Friedrich, Martin Falkenstein
1626/30/31/32
Die Pest wütet. Altlandsberg wird durch einen Stadtbrand völlig zerstört.
1632
In Werneuchen bricht die Pest aus. Der Ortspfarrer Matthäus Rosenthal bleibt in Werneuchen und ist Arzt, Apotheker und Totengräber in einer Person. Er erhält den Ehrentitel: Pestilenziarius und wird mit 10 Thalern aus der Kirchenkasse für seine Treue vergütet.
1633 -4
aus Willmersdorf werden Getreide, Ochsen, Kälber, Hammel undHeu von kaiserlichen Truppen erpresst. An einem anderen Tag werden an Truppen des Herzog Franz Carls Reiter Schafe, Rindvieh, Hühner und Gänse, Schweine und Getreide ausgeliefert.
1636
Georg Wilhelm tritt zum Kaiser über. Jetzt hausen kaiserliche und Schweden in der mark aufs Fürchterlichste. Im Dezember langt ein in schwedischen Dienste stehendes schottisches Regiment in Strausberg ein- Naturalbezüge requirierend.
1638
Die Pest wütet in Bernau.
1639
Die Besichtigung des Landreiters in Straussberg ergibt nach einem Überfall ungarischer Scharen die Zahl von nur ein paar Bürgern
1652
Eine Landesaufnahme durch brandenburgische Landreiter ergibt, dass die Bevölkerungsverluste im Krieg im Durchschnitt ca. 50% ausmachten, davon in einigen Region, wie in der Prignitz, Uckermark und Barnim z.T. bis zu 90%. Das Dorf liegt "völlig verödet und wüst da. Es lebten hier nur 4 Bauern
1662
Das Dorf liegt "völlig verödet und wüst da. Es lebten hier nur 4 Bauern", wie es der brandenburgische Landreiter bereits 1652 feststellte.
1675
Die Schweden hausen in der Umgebung
1678
Nach dem Revisionsprotokoll von 1678 waren damals immer noch nur ein paar Bauernhöfe und Kossätenanwesen bewohnt. Alles übrige lag noch vom Kriege her wüste. Manche der Wirtschaften lagen seit 40 Jahren vollkommen wüst, wie das Protokoll feststellt, so dass also eine große Wiederaufbautätigkeit statthaben musste. Die Dreifelderwirtschaft war vollkommen in Unordnung geraten, auf den Äckern wuchs Brennholz.
1689
1689 wurde eine Windmühle gebaut, als Ersatz für die beiden im Dreißigjährigen Windmühlen von 1577. (Diese letzte rechts am Wege nach Bernau stehende Windmühle wurde 1920 abgerissen. Ein Mühlenstein ist zur Erinnerung noch erhalten.)
1690
Erst um 1690 war alles soweit in Ordnung gebracht, daß man das Dorf als wieder im Stande bezeichnen konnte.
1691
1691 weigerten sich plötzlich die Wesendahler Bauern, die Hebung welche seit 1590 an das Biesentahler Amt bestand zu entrichten und zahlten trotz dauernder Mahnung auch in den folgenden Jahren nichts. Da sandte ihnen der Biesenthaler Amtmann den Exekutor ins Haus. Das erste Mal verpflegten die Willmersdorfer noch den unbequemen Gelderheber, wenn er auch kein Geld erhielt. Das zweite Mal gaben sie ihm schon allerhand verdrießliche Worte zu hören und machten ihn darauf aufmerksam, dass sie bei weiteren Besuch die "Sturmglocke ziehen würden, wobei sie ihn gegen Handgreiflichkeiten nicht schützen könnten. Kurzum es wurde nichts mehr bezahlt.
1706
auf dem Wehrturm wird ein hölzernem Aufbau errichtet
1735 1735 kaufte Kronprinz Friedrich (der spätere Preußenkönig Friedrich II.) für 5200 Taler Löhme, Weesow und das Gutsdorf,Willmersdorf dessen Hofanlagen bereits von bescheidenem Wohlstand kündeten und gliederte es dem Domänengut Löhme an.
1760
Eine Partei Kosaken, ungefähr 15 Mann stark fallen in Beiersdorf und Willmersdorf ein, rauben, plündern und traktieren Einwohner mit Schlägen.
1769 "Johann Georg Dannenberg wurde den 28 Juy 1769 durch das Rad in der Gegend Willmersdorf hingerichtet. Darauf wurde seine Mitschuldige, die Charlotte Marggrafin, geb. Huwen aus Heckelberg gebürtig, den 29. Jul- cr. auf gleiche Art vom leben zum tod gebracht". (Löhmer Kirchenbuch)
1772 1772 erfolgte erstmals der Kartoffelanbau auf den umliegenden Feldern.
1792 1792/93 stirbt der Besitzer des Gutes Michael Ulfert zu Willmersdorf. Das Gut wird daraufhin an seine Witwe übergeben.
1793
Der Küster und Schulhalter Christian Rebel widmet sich intensiv der Seidenraupenzucht. 1793 gewann er 2 Pfund Seide und 1795 6 Pfund. Die Maulbeerbäume hatten sich inzwischen auf 128 erhöht. (1802 konnten bereits 60 Pfund und im Folgejahr gar 76 Pfund Seide gewonnen werden.)
1795-97
Die Gemeinde Weesow beschwert sich über die Bau- und Nutzholzfuhren für das Amt Löhme.
1806
Die nächsten 15 Jahre wurden mit Rede und Gegenrede verbrach, bis es Anfang des 18. Jahrhunderts (1806) zum Prozess kam und die Gemeinde Willmersdorf verurteilt wurde, rund 100 Taler nachzuzahlen. Endlich einigte man sich dahin, daß auch dieser Rest noch fallen gelassen wurde" allermaßen ihnen ohnedas schwer genug fallen wird, jährlich das Currens abzutragen. Ob überhaupt noch etwas bezahlt worden ist melden die Akten nicht.
1801
Willmersdorf hat 16 Ganzbauern, 7 Büdner, 1 Einlieger, Schmiede, Krug, Windmühle, 80 Morgen Holz, 27 Feuerstellen, 161 Einwohner, 78 Häuser, Besitzer Dom. Amt Löhme, kirchliche Filiale von Weesow, Post Bernau (Bratring, Kurmark Br. II 274)
1813
kamen der alten Handelsstraße folgend, in Richtung Werneuchen 2000 Franzosen, gefolgt von 80 Mann russischer Kosaken. Im Raum Freudenberg, Beiersdorf, Werneuchen kam es zu einem Gefecht, welches drei Tage dauerte.
1841
Die Aufhebung der Gemeinheiten und die Aufteilung der Ländereien unter sich beantragte die Dorfgemeinde bereits um 1841. Sie wurde auf Grund der Knauert'schen Vermessung von 1842 in die Wege geleitet und durch den Separationsrezes vom 13. Mai 1850 zum Abschluss gebracht. Der Umfang der Dorffeldmark wurde festgestellt und darauf ein Verteilungsplan durchgeführt.
Willmersdorf hat 184 Einwohner, 30 Häuser,. Post Werneuchen
1844
1844-48 Der Dorfpfuhl wird an den Blutegelzüchter und Garnweber Gusse überlassen. Zwischen ihm und dem Kirchenackererbpächter, dem Schneidermeister Voigt kommt es deshalb zu ständigen Streitereien.
1847
Der hinter dem jetzt Fritz Becker'schen Grundstück ausgewiesene Friedhof wurde nur kurze Zeit benutzt; es wird jetzt wieder, wie in alter Zeit, um die Kirche beerdigt. Noch 1847 war der Pfarracker in Erbpacht ausgetan gegen ein Erbpachtgeld von 190 Taler, 17 Groschen, 1 Pfennig und einen Erbpachtskanon von 3 Wispel 1 Scheffel Roggen, „welche Erbpächter an die Pfarre abführen mussten". (Rezeß 1847).
1855
Die Einwohner bestehen aus 16 Bauern, sowie 8 Kolonisten und Büdnern. Jeder Bauer hat ungefähr 250 Morgen Acker und 40 - 50 Morgen Heideland und hält gewöhnlich 4 Pferde als Zug, 4-6 Kühe als Jungvieh, einige Schweine und Schafe als Nutzvieh. Man baut außer Getreide und Kartoffeln auch Futterkräuter, weil es der Feldmark ganz an Wiesen mangelt. Die 833 Morgen große Heide besteht aus Kiefern, die aber erst 20-jährig sind. Als Nebenbeschäftigung treibt man Leineweberei (Berghaus, Landbuch II 415)
1865
Der Rest des Landes - bis auf die Heideländereien, die erst durch die Speziaiseparation vom 9. August 1862 zur Verteilung kamen - wurde unter Kossäten aufgeteilt.
1866
205 Einwohner, 6 öffentliche, 30 Wohn, 68 wirtschaftliche Gebäude, 45 Gehöfte mit 3808 Morgen Ackerland, 1016 Morgen Wald. Viehbestand 69 Pferde, 204 Stück Rindvieh, 282 Schafe (Boeckh. Ortschaftsstatistik 64)
1870
um 1870 wird das Spritzenhaus gebaut.
1888
Durch den Ortslehrer Lehmann werden in der Willmersdorfer Heide mehrfach Urnen und Feuersteine gefunden, die sich jetzt im Märkischen Museum befinden.
1897
1897, 20. August, Die Kirche brennt. Der alte von 1706 stammende Holzturm brennt am 20. August 1897 um fünf Uhr nachmittags ab. Die Feuerwehr aus Willmersdorf begann wenig später nach Ausbruch des Brandes verzweifelt den Brand zu bekämpfen. Es dauerte für die damalige Zeit nicht lange bis auch Helfer aus Schönfeld, Weesow und Werneuchen zur Brandbekämpfung eintrafen. Wege brauchten damals Zeit und so ist es zuerst der Willmersdorfer Feuerwehr und den mithelfenden Einwohnern aus Willmersdorf zu verdanken, das das Feuer nicht auf das Kirchenschiff und die ganze Kirche übergriff.
1900
368 Einwohner, 1292,9 Hektar Flächeninhalt; darunter 228 Hektar Forst, 51 Gehöfte, Viehbestand 134 Pferde, 412 Rinder, 19 Schafe, 233 Schweine, 36 Ziegen, 262 Gänse, 40 Enten, 1041 Hühner, 42 Bienenstöcke.
1901
Die Kirche erhält die beiden stolzen Spitztürme, die schon von weither die Blicke auf sich ziehen. Von einem Berliner Uhrmacher wird eine neue Uhr angefertigt und in der Glockengießerei Schilling in Polda werden 1901 zwei neue Bronzeglocken gegossen. Die Kirche erhielt darauf die jetzigen, nach den Plänen des Kirchenbaumeisters Pentz erbauten beiden Spitztürme, die zusammen mit dem Ausbau am 8. Mai 1901 eingeweiht wurden. Das Datum ist in der von der Kaiserin Auguste Viktoria gestifteten Altarbibel vermerkt. Die Wiedereinweihung der Kirche wird vom ganzen Dorf gefeiert. Die Frau von Kaiser Wilhelm II. stiftete zum Anlass der Weihe eine Altarbibel mit einer entsprechenden Widmung von ihr. Der für Willmersdorf zuständige Oberpfarrer und Superintendenten Thiemann aus Biesenthal wurde wenig später für seinen maßgeblichen Anteil zum Wiederaufbau der Kirche durch einen Erlass Kaiser Wilhelm II. der Rothe Adler Orden 4. Klasse verliehen. Ebenso wurde dem Gemeindevorsteher und Bauerngutsbesitzer Schmidt aus Willmersdorf der königliche Kronenorden 4. Klasse verliehen. (Der 1706 als hölzerner Aufbau errichtete Turm war 1900 abgebrannt.)
1914
Der Kaiser hatte die Mobilmachung befohlen. In Strausberg fanden Pferdemusterungen statt, wobei die Dörfer fast ein Drittel ihres Pferdebestandes verloren. In der Kirche wurden Bittgottesdienste gehalten und es fanden Kriegsbetstunden statt. Der Unterricht wurde reduziert. Die Kinder mußten vielfach in der Wirtschaft helfen, da es fühlbar an Arbeitskräften mangelte. Es wurden Brotkarten, Fieischkarten, Fettkarten, Seifenkarten und Zuckerkarten eingeführt. Später wurde dann noch eine Rationalisierung der Lebensmittelkarten vorgenommen.
1916
Während des Winters 1916/17 und des Sommers 1917 kamen viele Leute aus Groß-Berlin aufs Land um Lebensmittel aufzukaufen. Für einen Zentner Kartoffeln wurden bis 40 Mark, für ein Pfund Butter 15 Mark und für ein Ei 50 Pfennige bezahlt.
1917
Nun wurden auch Kleiderstoffe, Wäschestoffe und Stiefel nur noch gegen Bezugsscheine ausgegeben.
1918
Das „stolze Heer wurde demobilisiert. Gewehre, Kanonen, Schiffe, Eisenbahngeräte, Lokomotiven und Wagen usw. musste an die Feinde abgeführt werden, ehe diese in den Waffenstillstand eintraten. Willmersdorf hatte einige gute Männer verloren. Es war Frieden, die Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung wurden ausgeschrieben.
1919
Im Januar wurde gewählt. Es hatten Kandidaten aufgestellt: die Deutschnationale Volkspartei, die Deutsche Demokratische Partei und die Mehrheitssozialisten. Unter wechselnden Aufregungen, hervorgerufen durch die Spartakistenaufstände in Berlin verging das Jahr, in Willmersdorf kam es nur zu kleinen politischen Auseinandersetzungen. Die Zugverbindungen nach Berlin wurde mehrmals eingestellt. Frauen bekamen in diesem Jahr erstmals das aktive und passive Wahlrecht. Am 28. Juni wurde der Versailler Vertrag unterschrieben und damit formell der 1. Weltkrieg beendet.
1920
Anlässlich des Kapp-Putsches wurde die Eisenbahnverbindung von Werneuchen nach Berlin für mehrere Tage stillgelegt. Die letzten Krieger kehrten aus der Gefangenschaft heim.
1921
1921 wird die Freiwillige Feuerwehr gegründet.
1923
Während des ersten Weltkrieges setzte infolge der Kredite mit denen dieser finanziert wurde die erste Inflation ein. Kriegsfolgelasten wie die Unterstützung von ehemaligen Soldaten, Arbeitslosen, Flüchtlingen und Verwundeten, aber auch Reparationszahlungen an die Siegermächte belasteten den Haushalt der Weimarer Republik. Die Wucht der Inflation machen folgende Zahlen deutlich. bei Kriegsende kostete ein Dollar 14 Mark, im Januar 1922 191 Mark, am 8. Februar war ein Dollar 33 550 Mark wert, um schließlich im November 1923 auf den schwindel erregenden Preis von einer Billion Mark anzusteigen. Zum Beispiel kostete am 15. August 1923:1 Zentner Roggen - 5.000.000 Mark,1 Brot (3 Pfund) - 200.000 Mark, 1 Ei - 70.000 Mark,1 Pfund Butter - 1.500.000 Mark,1 Kuh - 500.000.000 Mark, Im November wurde mit der Rentenmark die Inflation endlich bezwungen.
1925
354 Einwohner
1928
Um 1928, Die Freiwillige Feuerwehr wurde mit Gründung eines Vereins offiziell ins Leben gerufen.
1929
werden die schon im 1. Weltkrieg ersatzlos eingeschmolzenen Kirchenglocken durch Glocken aus Stahlguß ersetzt. Die festliche Glockenweihe fand am 31.3. 1929 um 1/2 3 Uhr unter großer Anteilnahme des ganzen Dorfes statt.
1933
hat Willmersdorf 354 Einwohner (andere Quelle: 1933 hat Willmersdorf 366 Einwohner)
1955 Im Jahre 1955 kam es zur Gründung einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, der LPG Typ III „Freie Erde" und einige Jahre später zu einer der LPG Typ I.
1975 1975 entstand gemeinsam mit den Genossenschaften aus Schönfeld und Tempelfelde eine Groß-LPG, die Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP).
2001
Willmersdorf unterhält seit 2001 eine Patenschaft mit der polnischen Gemeinde Ustronie Morskie, dem früheren Henkenhagen.
2003
Willmersdorf ist seit 2003 Ortsteil der Stadt Werneuchen.