Schönfeld

Über die Kirche

Lage

Die Kirche die sich fast in der Mitte des Angerdorfes befindet, ist heute von einem Friedhof mit einer Friedhofsmauer umgeben. 1315 wird in einer Urkunde ein Johannes de Sconevelde als Ratsherr in Strausberg genannt. Aus dem Landbuch erfahren wir das 1375 zu Schönfeld 104 Hufen Land, davon vier Pfarr- und eine Kirchenhufe gehörten. In der Matrikel von 1459 wurde Schönfeld eigenartigerweise nicht erwähnt. 1541 war Schönfeld eine Tochterkirche von Beiersdorf. Als Patron wurde Anthonius Holtzendorff genannt. Es gab etwa. 100 Kommunikanten. Die äußere Gestalt deutet darauf hin, dass es sich um eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert handelt. Die Apsis wird sicher die drei obligatorischen Fenster besessen haben, der Chor wahrscheinlich je zwei und das Schiff mit Sicherheit zwei mal vier. Mindestes zwei Türen existierten, da der Westeingang neu ist, kann nicht sicher entschieden werden, ob auch hier bereits ursprünglich eine Pforte war. Es fällt auf, dass das regelmäßige Quadermauerwerk des Turmes weit über das Schiff hinausreicht. Zu fragen wäre auch nach einzelnen Phasen der Turmaufstockung, der etliche Unregelmäßigkeiten zeigt. Wahrscheinlich wurde er teilweise zerstört und anschließend wieder hergestellt.

Äußeres

Länge Turm: ca. 7,1 m, Breite Turm und Schiff: 11.1m; Länge Schiff. 15,5 m, Länge Chor: ca. 5 m; Breite: ca. 7 m; Länge Apsis: ca. 2 m; Breite: ca. 5 m. Das Gebäude gliedert sich in einen querrechteckigen Turm, ein Schiff in Turmbreite, und einen leicht eingezogenen Chor mit einer halbrunden Apsis. Der Chor wurde 1945 zerstört und noch als Ruine erhalten. Besonders die Südseite ist fast völlig zerstört. Es ist nicht sicher, ob das regelmäßige Mauerwerk der Sakristei an der Nordseite des Chores ursprünglich ist. Auch das übrige Mauerwerk der Kirche besteht aus regelmäßigen Quadern. Der Turm besitzt einen Sockel, der sich an beiden Schiffsseiten bis zur Mitte fortsetzt. Der Turm besteht in voller Höhe aus regelmäßigen Feldsteinquadern. Der obere Teil geht auf den

Umbau von 1884 zurück. In Schiffshöhe hat er einen Absatz. Ein zweiter Absatz ist in Giebelhöhe zu erkennen. Im oberen Teil der Westseite finden sich unregelmäßige Feldsteine in flickenartigen Flächen. Die zwei mal vier Fenster des Schiffes sind durch die modernen Backsteingewände völlig verändert. Über die Fenster von Chor und Apsis lassen sich keine Angaben machen. Auf der Nordseite des Schiffes findet sich der Rest einer vermauerten rundbogigen Pforte, an der Südseite (etwas östlich versetzt) eine vollständige vermauerte Rundbogenporte.

Innenraum

Im Jahre 1600 wurden zwei Leuchter aus Messing, ein Kelch mit Patene und eine rot-samtene Kasel erwähnt.